01.04.26
D Editorial
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01.04.26
D Nichteheliche Sexualbeziehungen im halachischen Diskurs

Nichteheliche Sexualbeziehungen sind gemäß der Halacha nicht von vornerherein verboten. Zwischen den beiden Polen von Ehe und unverbindliche Sexualbeziehungen besteht doch ein weites Spektrum von Interessen, unter anderem, sich auf eine dauerhafte (verbindliche) Beziehung einzulassen, ohne einander zu heiraten. Die Institution des Konkubinats in der Halacha entspricht diesem Beziehungsmodell und bildet im halachichen Diskurs eine Option, die von einigen Gelehrten explizite Anerkennung gefunden hat. Zweck dieses kurzen Aufsatzes ist es, einen quellenorientierten Überblick darüber darzulegen.

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E Non-marital sexual Relations in Halachic Discourse

According to Halacha, extramarital sexual relationships are not inherently forbidden. Between the two poles of marriage and casual sexual relationships, there is a wide range of interests, including entering into a long-term (committed) relationship without getting married. The institution of concubinage in Halacha corresponds to this relationship model and forms an option in the halachic discourse that has found explicit recognition from some scholars. The purpose of this short essay is to provide a source-oriented overview.

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01.04.26
D Außerhalb der Ehe, außerhalb der Ordnung

Zum strittigen Urteil der römisch-katholischen Morallehre über homosexuelle Beziehungen

Das Urteil der katholischen Kirche über gleichgeschlechtliche Intimbeziehungen ist traditionell negativ. Solche Beziehungen widersprächen dem biblischen Zeugnis und den Gesetzen der natürlichen Ordnung der Geschlechter. Diese Position hält einer kritischen Prüfung nicht stand. Die moralische Missbilligung von Homosexualität stößt in einer aufgeklärten, liberalen Gesellschaft zudem auf ethische Einwände, die theologisch ernst zu nehmen sind. Die katholische Theologie ist vom eigenen Selbstverständnis her einem tieferen Verständnis menschlicher Sexualität und Geschlechtlichkeit gegenüber aufgeschlossen.

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E Outside of Marriage, outside the Order

On the Controversial Stance of Roman-Catholic Moral Theory on Homosexual Relations

The Catholic Church’s judgement of intimate same-sex relationships has traditionally been negative. The doctrinal view is that such relations contradict biblical notions and the natural laws governing the sexes. This position does not stand up to critical evaluation, however. Furthermore, in an enlightened, liberal society, moral disapproval of homosexuality runs into ethical objections that must be taken seriously from a theological perspective. At a deep level of its own self-awareness, Catholic theology is actually more open to a more profound understanding of human sexuality and gender than one might imagine.

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01.04.26
D Außereheliche Beziehungen (zinā) im Islam

koranische Texte und rechtliche Diskurse

Der Artikel behandelt die außerehelichen Beziehungen (zinā) im islamisch-rechtlichen Diskurs. Damit man die Problematik besser versteht, wird der Artikel mit dem Thema „Ehe in den islamischen Primärtexten und im fiqh“ eingeleitet. Anschließend wird das Konzept zinā in koranischen Texten und deren historisch-rechtliche Kontexte vertieft. Im Artikel wird gezeigt, dass eine rechtliche Regelung (ḥukm) für zinā im islamischen Rechtsdiskurs einem komplizierten System, die ausführlich in der Rechtsmethodologie (uṣūl al-fiqh) beschrieben wird, unterliegt. Zu diesem System gehört nicht nur die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nach den fünf Kriterien der aḥkām taklīfīya (verpflichtend, empfohlen, erlaubt, verpönt oder verboten), sondern auch die Erforschung der begleitenden Gegebenheiten, die solche Beurteilung beeinflussen, im Sinne der aḥkām waḍʿīya.

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E Non-marital relationships (zinā) in Islam

Qur’anic texts and legal discourse

The article discusses extramarital relationships (zinā) in Islamic legal discourse. To better understand the issue, the article is introduced with the topic “Marriage in Islamic primary texts and in fiqh”. The concept of zinā is then explored in Quranic texts and their historical-legal contexts. The article shows that a legal ruling (ḥukm) for zinā in Islamic legal discourse is subject to a complex system, which is described in detail in legal methodology (uṣūl al-fiqh). This system includes not only the legal assessment of the situation according to the five criteria of aḥkām taklīfīya (obligatory, recommended, permitted, disapproved or forbidden), but also the research of the accompanying circumstances that influence such assessment, in the sense of aḥkām waḍʿīya.

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D
Editorial

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D
Nichteheliche Sexualbeziehungen im halachischen Diskurs

Nichteheliche Sexualbeziehungen sind gemäß der Halacha nicht von vornerherein verboten. Zwischen den beiden Polen von Ehe und unverbindliche Sexualbeziehungen besteht doch ein weites Spektrum von Interessen, unter anderem, sich auf eine dauerhafte (verbindliche) Beziehung einzulassen, ohne einander zu heiraten. Die Institution des Konkubinats in der Halacha entspricht diesem Beziehungsmodell und bildet im halachichen Diskurs eine Option, die von einigen Gelehrten explizite Anerkennung gefunden hat. Zweck dieses kurzen Aufsatzes ist es, einen quellenorientierten Überblick darüber darzulegen.

E
Non-marital sexual Relations in Halachic Discourse

According to Halacha, extramarital sexual relationships are not inherently forbidden. Between the two poles of marriage and casual sexual relationships, there is a wide range of interests, including entering into a long-term (committed) relationship without getting married. The institution of concubinage in Halacha corresponds to this relationship model and forms an option in the halachic discourse that has found explicit recognition from some scholars. The purpose of this short essay is to provide a source-oriented overview.

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Außerhalb der Ehe, außerhalb der Ordnung

Zum strittigen Urteil der römisch-katholischen Morallehre über homosexuelle Beziehungen

Das Urteil der katholischen Kirche über gleichgeschlechtliche Intimbeziehungen ist traditionell negativ. Solche Beziehungen widersprächen dem biblischen Zeugnis und den Gesetzen der natürlichen Ordnung der Geschlechter. Diese Position hält einer kritischen Prüfung nicht stand. Die moralische Missbilligung von Homosexualität stößt in einer aufgeklärten, liberalen Gesellschaft zudem auf ethische Einwände, die theologisch ernst zu nehmen sind. Die katholische Theologie ist vom eigenen Selbstverständnis her einem tieferen Verständnis menschlicher Sexualität und Geschlechtlichkeit gegenüber aufgeschlossen.

E
Outside of Marriage, outside the Order

On the Controversial Stance of Roman-Catholic Moral Theory on Homosexual Relations

The Catholic Church’s judgement of intimate same-sex relationships has traditionally been negative. The doctrinal view is that such relations contradict biblical notions and the natural laws governing the sexes. This position does not stand up to critical evaluation, however. Furthermore, in an enlightened, liberal society, moral disapproval of homosexuality runs into ethical objections that must be taken seriously from a theological perspective. At a deep level of its own self-awareness, Catholic theology is actually more open to a more profound understanding of human sexuality and gender than one might imagine.

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Außereheliche Beziehungen (zinā) im Islam

koranische Texte und rechtliche Diskurse

Der Artikel behandelt die außerehelichen Beziehungen (zinā) im islamisch-rechtlichen Diskurs. Damit man die Problematik besser versteht, wird der Artikel mit dem Thema „Ehe in den islamischen Primärtexten und im fiqh“ eingeleitet. Anschließend wird das Konzept zinā in koranischen Texten und deren historisch-rechtliche Kontexte vertieft. Im Artikel wird gezeigt, dass eine rechtliche Regelung (ḥukm) für zinā im islamischen Rechtsdiskurs einem komplizierten System, die ausführlich in der Rechtsmethodologie (uṣūl al-fiqh) beschrieben wird, unterliegt. Zu diesem System gehört nicht nur die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nach den fünf Kriterien der aḥkām taklīfīya (verpflichtend, empfohlen, erlaubt, verpönt oder verboten), sondern auch die Erforschung der begleitenden Gegebenheiten, die solche Beurteilung beeinflussen, im Sinne der aḥkām waḍʿīya.

E
Non-marital relationships (zinā) in Islam

Qur’anic texts and legal discourse

The article discusses extramarital relationships (zinā) in Islamic legal discourse. To better understand the issue, the article is introduced with the topic “Marriage in Islamic primary texts and in fiqh”. The concept of zinā is then explored in Quranic texts and their historical-legal contexts. The article shows that a legal ruling (ḥukm) for zinā in Islamic legal discourse is subject to a complex system, which is described in detail in legal methodology (uṣūl al-fiqh). This system includes not only the legal assessment of the situation according to the five criteria of aḥkām taklīfīya (obligatory, recommended, permitted, disapproved or forbidden), but also the research of the accompanying circumstances that influence such assessment, in the sense of aḥkām waḍʿīya.

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